Wasserversorgung
Ihr lokaler Trinkwasserversorger
Die Stadtwerke Windsbach versorgen als kommunaler Eigenbetrieb auf Grundlage der Wasserabgabesatzung (WAS) vom 21.01.1982 im Stadtgebiet Windsbach und den Ortsteilen Retzendorf und Wernsmühle etwa. 4.400 Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser. Sie unterhalten dafür ein Trinkwassernetz von ca. 32 km Länge mit knapp 1.450 Anschlüssen und knapp 2.200 Armaturen (Schieber, Hydranten, etc.).
Seit 2011 beziehen die Stadtwerke Windsbach das komplette Trinkwasser vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe. Das Wassernetz wird dabei von zwei Punkten aus gespeist und teilt sich durch den Höhenunterschied in insgesamt drei Druckzonen auf. Trotz der Fremdversorgung bedarf auch der Unterhalt, die Sanierung und die schrittweise Erweiterung des Trinkwassernetzes eines gewissen Personal- und Materialaufwands. Hier arbeiten wir erfolgreich mit internen und externen Partnern zusammen, um allen Kundinnen und Kunden eine möglichst unterbrechungsfreie Versorgung mit frischem Trinkwasser zu gewährleisten.
Herausforderung der Trinkwasserversorgung
Kleine Trinkwasserversorger stehen vor verschiedenen Herausforderungen.
Der Netzausbau muss gut organisiert und mit der Trägerkommune abgestimmt werden, um Synergien, z.B. bei Neubaugebieten, zu nutzen. Laufender Netzunterhalt erfordert die Priorisierung von Instandhaltungsmaßnahmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In der Wirtschafts- und Investitionsplanung sind die Finanzierbarkeit und Liquidität entscheidend, um Investitionen sinnvoll zu steuern und einen Investitionsstau zu vermeiden. Die wiederkehrende Gebührenkalkulation nach KAG muss transparent gestaltet sein. Die Digitalisierung von Prozessen und Dokumentation erleichtert die Verwaltung und verbessert die Datenanalyse. Ein zentrales Tool ist dabei der GIS basierte Üersichtsplan mit wesentlichen Daten wie Alter, Material und Dimensionen zu den Versorgungsleitungen. Dies hilft dabei, um den Zustand des Netzes zu überwachen und notwendige Instandhaltungen zu planen.
Die Teilnahme an der Effizienz- und Qualitätsuntersuchung der kommunalen Wasserversorger in Bayern (EffWB) hilft dabei, die eigene Leistung zu vergleichen und Optimierungspotenziale zu erkennen.
Insgesamt sind strategische Planung, effiziente Organisation und moderne Technologien notwendig, um die Trinkwasserversorgung nachhaltig zu sichern.
Kostendeckung nach Kommunalabgabengesetz (KAG)
Das Kostendeckungsprinzip nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) bedeutet, dass die Gebühren, die die Nutzer für die Trinkwasserversorgung bezahlen, die tatsächlichen Kosten der Versorgung decken sollen. Das heißt, die Gebühren müssen so kalkuliert werden, dass sie die Ausgaben für den Betrieb, die Instandhaltung, Investitionen und andere Kosten abdecken, ohne Gewinn zu erzielen.
Dieses Prinzip sorgt dafür, dass die Kosten gerecht auf die Nutzer verteilt werden. Es soll verhindern, dass die Gebühren zu hoch sind oder die Gemeinde durch zu niedrige Gebühren Verluste macht. Gleichzeitig stellt es sicher, dass die Trinkwasserversorgung finanziell nachhaltig bleibt, damit die Versorgung auch in Zukunft zuverlässig funktioniert.
Ein wichtiger Aspekt ist die wiederkehrende Kalkulation, die in einem Zeitraum von jeweils vier Jahren erfolgt. Das bedeutet, dass die Gebühren regelmäßig überprüft und angepasst werden, um Veränderungen bei den Kosten oder anderen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Diese vierjährige Kalkulation sorgt für eine transparente und faire Gebührenkalkulation, die sich an den tatsächlichen Kosten orientiert und die Versorgung langfristig sichert.
Kurz gesagt: Das Kostendeckungsprinzip sorgt dafür, dass die Gebühren für Trinkwasser fair und transparent sind und genau die Kosten widerspiegeln, die für die Bereitstellung des Wassers anfallen, wobei die wiederkehrende Kalkulation alle vier Jahre eine regelmäßige Anpassung gewährleistet.
Wasserabgabesatzung (WAS)
Hier finden Sie die Satzung der Stadt Windsbach zur Wasserversorgung im Gebiet der Stadtwerke Windsbach:
Wasserabgabesatzung (WAS) der Stadt Windsbach (PDF-Dokument, 75,04 KB, 05.06.2025)
Wassergebühren
Hier gelangen Sie zu unseren aktuellen Wassergebühren.
Trinkwasseranalyse
Das von der Reckenberg-Gruppe abgegebene Trinkwasser wird entsprechend der Trinkwasserverordnung durch das akkreditierte Labor „Analytik Institut Rietzler AIR GmbH“ untersucht. Die Gesundheitsämter sind ständig informiert.
Unser Trinkwasser entspricht in allen Parametern den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
Aktuelle Trinkwasseranalyse 2025 (PDF-Dokument, 161,34 KB, 23.01.2026)
